Bachhaus Eisenach

Museum der Neuen Bachgesellschaft e.V.

Instrumentensammlung

Das Bachhaus verfügt über eine bedeutende Sammlung von Musikinstrumenten. Vier davon, darunter ein gebundenes Clavichord aus der Zeit um 1690, machte der Leipziger Sammler und Musikalienhändler Paul de Wit dem Bachhaus zur Eröffnung 1907 zum Geschenk. Bedeutenden Zuwachs erhielt der Bestand 1910 durch die Schenkung der 154 Instrumente umfassenden Sammlung von Aloys Obrist. Einige davon spielte Wanda Landowska, die „Wiederentdeckerin des Cembalos“, als sie 1911 auf der Suche nach dem originalen Klang historischer Cembali auch das Bachhaus besichtigte.

Heute umfasst die Sammlung über 400 Instrumente, darunter eine siebensaitige Gambe (Leipzig 1725, gebaut von dem mit Bach befreundeten Instrumentenbauer Johann Christian Hoffmann), ein fünfsaitiges Violoncello piccolo (Nordböhmen, ca. 1750) und eine Viola d’amore mit sechs Spielsaiten und sechs Resonanzsaiten (Wien, um 1700), weiter ein thüringisches Cembalo von 1715, ein Cembalo von Jacob Hartmann (ca. 1765), zwei Spinette von Johann Heinrich Silbermann (1765) und ein bundfreies Pedalclavichord (um 1815). Getreu dem Motto des langjährigen Bachhaus-Direktors Conrad Freyse werden einige Instrumente bis heute allen Besuchern vorgeführt: „Im Bachhaus darf die Musik nicht schweigen“.

Begleiteten Studiengruppen kann das Depot nach Voranmeldung zugänglich gemacht werden.

Anprechpartner: Uwe Fischer, Tel. +49 3691 7934-23

Gebundenes Clavichord, sächsische Bauweise, ca. 1690. Schenkung von Paul de Wit, 1907. Foto: Ulrich Kneise, Eisenach.

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